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Hans-Dieter Grossmann
Einer der heute weltweit bekanntesten Cyberartists (geb. 1926 in Frankfurt/O.) erlebte den Beginn der Cyberart als Student für Malerei und Grafik an der Akademie der Künste in Berlin; als er Meisterschüler bei den Professoren Tank und Speidel war. Bis zum Ende der 90er Jahre sind es klassisch mit Pinsel, Feder und Stiften gemalte Arbeiten, die Grossmann in Ausstellungen zeigt. Daneben jedoch ist er als Art Director eines Weltunternehmens schon ein Jahrzehnt lang mit dem Cursor als künstlerischem Handwerkszeug vertraut. Nicht mehr gezeichnet, sondern auf der Bildfläche des Monitors werden seine Schöpfungen sichtbar. Er beginnt mit der digitalen Bildgestaltung nachdem 1979 die frühe Computergrafik (bei der sich die Anwender noch den Möglichkeiten der technisch instrumentalisierten Software-Technologie unterordnen mussten) zum Abschluss kam. Auf Grund seiner Studien quer durch die Kunst der letzten Jahrhunderte bis zu Leonardo da Vinci und seinen Perspektiven sowie des klassischen Malens weiß Hans-Dieter Grossmann seine Ideen meisterlich digital ins Bild zu transponieren. „Digitale Kunst durchbricht alle Sprachbarrieren und kann per Internet mit Lichtgeschwindigkeit ausgetauscht werden und Hunderte, wenn nicht gar Tausende von Menschen in der ganzen Welt gleichzeitig erreichen. So werden Einsichten und Ansichten ausgetauscht im Bemühen, einander kennen und schätzen zu lernen, einander zu lieben gerade wegen unserer Unterschiede, uns als menschliche Rasse zu vereinen, miteinander in Kontakt zu kommen und zu bleiben und in Frieden zu leben auf dem Planeten, den wir unsere Heimat nennen... Wir wissen, dass ein Kunstwerk mehr aussagen kann als Millionen Worte, und jetzt können wir mit Hilfe der digitalen Kunst und des Internet weltweit miteinander sprechen, einander zuhören und kennen lernen und zwar auf einfache, unbedrohliche angenehme Weise…“, sagt Hans-Dieter Grossmann 2001 beteiligte er sich bei der MOCA, im Museum of Computer Art New York, 2002 im Truly Virtual Web Museum of Dr. Rodney Chang, Hawai und in der australischen Vzualet Gallery in Perth, 2006 im Leigh Yawkey Woodson Art Museum USA. Als Künstler des Monats Juli 2006 und Sieger des ‚Award of the best Artwork’ zeichnete man ihn aus. Den internationalen 12. Offenen Kunstpreis gewann er mit 96,8 von 100 erreichbaren Punkten als Gesamtsieger und erhielt die Auszeichnung „summa cum laude“ mit der begehrten Goldmedaille. Zum Abschluss sein Resümee: „Ich bin zuversichtlich was das Arbeiten mit dem neuen Medium angeht. Als Gutenberg die beweglichen Buchstaben erfand, wurde er als der größte Spinner seiner Zeit angesehen.“ (Texte aus Meisterwerke Künstler unserer Zeit und KUNST-aktuell 4/2007)
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Francesco Demetz La Rives *20.3.1927 +2.10.2007
“Man kann sich seiner Botschaft nicht entziehen, weil alle seine Bilder vollerunerfüllter Sehnsüchte sind…“ so der Direktor des Landesmuseum Ferdinandeum a.D. Professor Dr. Erich Egg
Francesco Demetz la Rives war ein wilder, oftmals unbequemer Querdenker, der erst dann sich zu Wort meldete, wenn er seine Anliegen, Einwände und Bedenken rational durchdacht hatte; ansonsten schwieg er lieber und zog sich in seine Kunst zurück.
Mit seinen Kunstwerken hat er 1983/1984 in New York neben Ernst Fuchs Österreich vertreten und wurde von der Presse als Dürer des 20. Jahrhunderts tituliert. Die meisten seiner Ausstellungen fanden in Österreich, Italien und Deutschland statt; von Innsbruck nach Wien, Bozen und Nürnberg, in den Vorarlberg, die Schweiz, nach Norwegen. Ein besonderer Höhepunkt für ihn als Grödnertaler aus dem italienischen Südtirol war die Ausstellung in der Wiener Sezession, es folgten Osttirol und Meran, Wetzlar, Kassel und die neuen Bundesländer Deutschlands u.a. Leipzig und Bad Schmiedeberg. Achtzig jährig konnte der Künstler auf ein umfangreiches Œuvre zurückblicken, aber auch auf frühe sehr negative Kritiken, wo Kritiker den Sinn und Inhalt seiner Arbeiten nicht verstanden haben oder meinten, so etwas gehöre nicht in die Kunst.
Treffend hat sich Professor Dr. Erich Egg, ehemals Direktor am Innsbrucker Landesmuseum Ferdinandeum über den Künstler geäußert: „Demetz war kein Protestierer, der den Mörder oder Übeltäter zeigt, sondern ein sensibler Mensch, der das Leid sieht, das den Unschuldigen angetan wird“ und weiter: „auch die Art des Zeichnens hat bei Demetz das Aussehen eines betonten Realismus und geht doch einen anderen Weg, weil er den Realismus nur als Ausdrucksmittel für etwas verwendet, das real nicht fassbar ist, sondern seelische Zustände und Irreales wiedergibt.“(Zitat aus: Monografie Francesco La Rives)
weitere Kunstwerke aus dem Nachlass von Francesco Demetz La Rives
Axel-Alexander Ziese
„… mit Bilder kann man das babylonische Sprachengewirr überwinden und in allen Sprachen etwas erzählen oder erklären, an Geschehnisse erinnern und mahnen. Bilder vermitteln Wissen in einer Eindringlichkeit, die dem gesprochenen Wort, das flüchtig ist und nur im Präsens – der Gegenwart existiert, überlegen sind; den Bildern gehört neben dem Präsens, in denen sie geschaffen wurden auch eine eigene Zukunft…“ so Axel-Alexander Ziese über seine Intension, die ihn dazu bewegt Begebenheiten im bildnerischen zu schildern, statt es mit Worten – wie sonst – niederzuschreiben. Ihn fasziniert auch das unveränderlich Statische des Bildes, das die Fantasie der Betrachter anregt und sie eigene Deutungen des Gemalten suchen lässt, um mit eigenem Erlebten, Erfahrenen das vorgegebene Bildhafte anzureichern, zu komplettieren um es so sich zu eigen zu machen. Kunst zu schaffen ist für Ziese eine nonverbale Variante zwischenmenschlicher Kommunikation. (Zitat aus Meisterwerke Künstler unserer Zeit, 2008)
Als Kunsthistoriker gehört seine Liebe der zeitgenössischen bildenden Kunst und der vor über 600 Jahren versunkenen Kultur der Khmer, der er im Grenzgebiet zwischen Kambodscha, (siehe auch bei xeland-Tour) Laos und Thailand mehrmals im Jahr nachspürt. Viele Impressionen alter zum Teil vergessener Paläste, Tempel- und Klosteranlagen, Ruinen und Verschollenes manifestiert er mit der Kamera um die ihn interessierende Kulturgeschichte zu erfassen und bekannt zu machen. Ziese ist über die Jahrzehnte bekannt geworden als ‘Maler des kognitiv emotionalen Informel’ und hat ein umfassendes Œuvre (nachzulesen im Werkverzeichnis des digitalen Künstlerlexikons www.lex-art.eu) erarbeitet. Vor sechs Jahren hat er sein bildnerisches Gesamtwerk abgeschlossen, und sein Malwerkzeug, einen breiten Federstahlrakel für immer beiseite gelegt. Die künstlerische Dokumentarfotografie hat den Vorrang in seinem Alterswerk (69) eingenommen.
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Annemarie Wieser
„Annemarie Wieser gehört zu den Malerinnen der Generation, die in den 40ern und zum Beginn der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts (im und nach dem II. Weltkrieg) in ihrer Berufung bildende Künstlerin zu werden, noch beengt wurden von althergebrachten Vorstellungen, die sich auf weibliches Künstlertum bezogen, von Hypothesen und Prognosen, was sie nicht leisten könnten, eben weil sie Frauen wären. Ein Trugschluss, den Annemarie Wieser mit ihrem Gesamtwerk vehement widerlegt und mit sechs Jahrzehnten künstlerischen Schaffens beweist.
Für Annemarie Wieser und ihre Generation, die in einen Stilpluralismus unbegrenzter Ausdrucksmöglichkeiten hinein wuchsen, wurde das erste Kriterium, das Auskunft zum jeweiligen Zeitabschnitt geben kann, die stilistische Richtung, die sie einschlugen; impliziert mit der Neigung zu bestimmten Gattungen und Motiven wie auch der Wahl der Vorbilder“, schreibt Axel-Alexander Ziese in der Monografie „Lebensrätsel“. und weiter:
„Mit persönlichen Chiffren und dem ihr eigenen Motivschatz hat sie ein Tagebuch inneren Erlebens in Bildern von besonderer Farbexplosivität aufgezeichnet und von den künstlerischen Grundlagen der Zeit ausgehend, formulierte die Malerin oft mit erfundenen Bildvokabeln ein Psychogramm ihres spezifischen, weiblichen Empfindens, auch der Einsamkeit und dem Ausgeliefertsein an eine absurde Welt.
So sehr sich bei Annemarie Wieser im Surrealistischen eine farbliche Parallelität zur Wiener Schule zuweilen findet, bleibt die Darstellung des Menschen in und mit seinen individuellen Bestimmungen ihr Zentralthema durch die Jahrzehnte des gesamten Œuvres.
Durch die Symbiose anderen Denkens entsteht empirisch eigenes Wissen. Jahrzehnte habe sie gebraucht, sagt Annemarie Wieser von sich, um vom ALLES FLIESST - über das Wissen des Tao mit der mathematischen Exaktheit aus der Pyramide und komplettiert mit den theosophischen Erkenntnissen zum ALLES SCHWINGT, einer positiveren Lebensaussage und -auffassung zu kommen.
Die menschliche Gestalt, so ein Zitat von Annemarie Wieser, wird durch ihr Eingebundensein in geometrische Formen und Wachstumsgesetze zu einem seelischen Echo in Farben. In ihren Bildern findet der aufmerksame Betrachter Vieles nuanciert wieder, das ihm/ihr aus den Kunstströmungen des XX. Jahrhunderts vertraut zu sein scheint, wie die Farbenpalette der Phantasten, die Formenvielfalt des Surrealen, die Dimensionen des Magischen und die Akzeptanz des Realen. Und doch sind die üblichen kunstwissenschaftlichen Kategorien keine Hilfestellung für den Zugang zu Annemarie Wiesers Bildern. Der Betrachter muss eintauchen und sein Inneres wahrnehmen, sich freimachen, um die Fülle und Bandbreite ihrer Werke zu erfassen.
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Vladimir M. Pavlov
Mit Vladimir M. Pavlov werden romantische Landschaften, Stillleben und ausdrucksstarke Portraits verbunden. Im Mittelpunkt der Werkgruppierungen des St. Petersburger Malers stehen jedoch ohne Zweifel die an den Impressionismus angelehnten Naturdarstellungen. Das Interesse Pavlovs für Kompositionen und den Rhythmus in großzügigen Pinselstrichen ergibt sich aus seinem freien Umgang mit Farben, der in der traditionellen Malerei Russlands begründet ist. Er kombiniert seine Farben so effektvoll und lyrisch, dass sie den epischen Landschaftsgehalt untermalen.
Neben Vilnius, Moskau, St. Petersburg und Wolgograd hat er inzwischen auch in Los Angeles, Helsinki und vielen westeuropäischen Städten wie Hamburg und Paris ausgestellt. Die Museen von Wolgograd und Los Angeles erwarben Bilder für ihre Sammlungen. Das Kolorit in den Bildern des russischen Malers Pavlov, der 1938 bei Smolensk geboren wurde, ist vor allem durch seine beseelte Offenheit gekennzeichnet, da er sich einzig dem Wesentlichen, dem Ideengehalt seiner Bilder hinwendet.
Eine Monografie von Sigrid Helfrich und Axel-Alexander Ziese gemeinsam erarbeitet, erschien im artefactum Verlagsvertrieb und fasst sein künstlerisches Schaffen bis zur Jahrtausendwende auf 74 Seiten zusammen. Von dieser Monografie haben wir einige Exemplare reserviert.
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